Was bedeutet Gentle Sleep Coaching?

Viele Eltern fragen mich: „Bist du ein Befürworter des Schreien Lassens oder ein Anwalt des Familienbetts?“  „Muss ich mit dem Stillen aufhören, damit wir mit dem Schlafcoaching starten können?“ „Muss ich zwischen zwei Lagern wählen: Mitschlafen/kein Weinen oder Kinderbett/Schreien?“

Natürlich musst Du Dich für kein Lager entscheiden. Hier geht es nicht um richtig oder falsch. Es geht darum, was für Dich und Eure Familie funktioniert.

Studien haben bisher nicht eindeutig bewiesen, dass die CIO-Methoden („Schreien lassen“ oder „Ferbern“) zuverlässig und schneller funktionieren können, als sanftere Methoden. Sofern Ihr es als Eltern überhaupt konsequent und lange genug durchhalten könntet Euer Kind schreien und alleine zu lassen.

Was macht das Gentle Sleep Coaching so besonders?

Es ist sanft!
Du hilfst Deinem Kind dabei es selbst zu lernen.

Es ist bedürfnisorientiert!
Du begleitest Dein Kind während der gesamten Zeit des Coachings.

Es ist achtsam!
Du kannst/darfst/und sollst für Dein Kind da sein (emotional erreichbar).

Es ist individuell!
Coaching und Methoden können auf Eure persönliche Situation angepasst werden

Woher kommt Gentle Sleep Coaching?

Die Gentle Sleep Coach®-Philosophie wurde von Kim West LCSW-C, The Sleep Lady® entwickelt, weil sie feststellte, dass viele Eltern Schwierigkeiten hatten, andere Schlafcoaching-Programme durchzuführen, bei denen sie befürchteten, ihr Kind emotional zu schädigen.

Der GSC-Ansatz ist eine sanftere Alternative für Familien, die sich emotional oder philosophisch weigern, ihre Babys „Schreien zu lassen“, für Familien, die „Ferber“ (kontrolliertes Weinen) ausprobiert haben und es hat nicht funktioniert, und für Familien, die ihr Baby früher weinen ließen, diese Methode aber nicht half. Es ist auch für Familien gedacht, die an das gemeinsame Schlafen glauben, aber feststellen, dass ihre Kinder nicht wirklich gut schlafen, selbst wenn sie eng mit ihren Eltern verbunden sind. Oder für Familien, die einige Monate bis einige Jahre zusammen geschlafen haben und nun möchten, dass das Familienbett wieder in das eheliche Bett zurückkehrt.

„Katja, kann die Methode garantieren, dass es keine Tränen gibt?“ -Nein, niemand kann das wirklich. Wenn Du Dein Kind bis jetzt auf dem Arm in den Schlaf gebracht hast, und Du dies nun ändern möchtest, wird Dein Kind natürlich protestieren und sich gegen diese Veränderung wehren.  Schließlich weiß es nicht, warum Du seinen Alltag geändert hast. Wenn Dein Kind noch nicht sprechen kann, wird es weinen. Mein Ziel ist es, die Tränen so gering wie möglich zu halten. Ich ermutige Euch Eltern, liebevoll zu sein und auf Euer Kind zu reagieren, aber Eurem Kind auch den Raum zu geben, diese lebenswichtige Fähigkeit zu erlernen, eigenständig einzuschlafen. Ihr könnt bzw. sollt auf Euer Kind reagieren und bleibt bei Ihm, bietet so körperliche und verbale Beruhigung, ohne das Kind dabei einschlafen zu lassen. So unterstützt Ihr die Entwicklung einer sicheren Bindung zwischen Euch und Eurem Kind.

Seid Ihr bereit für erholsame Nächte? Keine Sorge, ich bin für Euch da! Gemeinsam erarbeiten wir einen individuellen, schrittweisen Schlafplan, der Eure Erziehungsphilosophie, das Alter, die Gesundheit und das Temperament Eures Kindes, das Wohlbefinden der Mutter und die damit verbundene Familiendynamik berücksichtigt. Und am wichtigsten ist, dass ich Euch von Anfang bis Ende durch den Prozess unterstützen und coachen werde – für Nachtschlaf und Nickerchen!

Mein Ethik-Kodex

#1

Ich befürworte kein aktives Schlafcoaching für Babys unter 5 Monaten.

Babys sind frühestens ab 4,5-6 Monate in der Lage, sich selbst zu regulieren, diese Fähigkeit benötigen sie, um erfolgreich und selbstständig einschlafen zu können. Mein Ziel in diesen ersten 0-5 Monaten ist es, mit euch als Familie zusammenzuarbeiten, um den Schlaf auf sichere, gesunde und alters- und entwicklungsgerechte Weise zu optimieren.

#2

Ich arbeite lediglich im Rahmen meines Tätigkeitsbereichs mit Dir. D.h. ich diagnostiziere, berate oder behandle keine medizinischen oder Ernährungsprobleme.

Ich kann, basierend auf meiner Ausbildung als Gentle Sleep Coach®, eine Bewertung vornehmen und geeignete Fachleute, Unterstützung, Ressourcen und Empfehlungen anbieten.

#3

Ich distanziere ich mich ganz klar von Methoden, die es erfordern, Dein Kind allein Schreien zu lassen. So genannte „Cry it out“-Methoden oder „Ferbern“.

Meine Arbeitsweise ist darauf ausgerichtet die Bindung zwischen Dir als Elternteil und Deinem Kind zu stärken, sowie achtsam mit dem Kind umzugehen und die Bedürfnisse des Kindes wahrzunehmen und zu erfüllen. Garantieren kann ich leider nicht, dass Dein Schatz während unserer Zusammenarbeit niemals weint, jedoch kannst Du immer bei deinem Kind sein und ihm bei der Umstellung helfen.

#4

Ich gebe ich Dir keine „Schlafversprechen“, die unvernünftige oder unfaire Erwartungen an Euch als Familie oder an Dein Baby stellen und möglicherweise nicht erreicht werden können.

Beispiel: „Ich kann Dein Baby dazu bringen, in 12 Wochen 12 Stunden schlafen lassen“; „Ich kann Dein Neugeborenes dazu bringen, die ganze Nacht ohne Füttern usw. schlafen zu lassen.“

#5

Ich respektiere und unterstütze informierte Entscheidungen von Euch als Eltern. Gemeinsam erstellen wir einen Plan, der für die ganze Familie geeignet ist.

In diesem Prozess helfe ich Euch bei der Findung realistischer Ziele, basierend auf Eurer einzigartigen Familiendynamik und unter Berücksichtigung der Individualität und der spezifischen Bedürfnisse Eures Kindes.

#6

Ich nutze Strategien basierend auf aktuellen Erkenntnissen und Forschungen. Sie sind entwicklungs- und altersgerecht und respektieren die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden des Babys.

Einschließlich der psychischen Gesundheit des Säuglings, der Entwicklung, des Fütterns, des Körpers, der Bindung.